ABORA Wissen
Finanzielle Vorsorge für Kinder
Ein Kinderdepot eröffnen. Einen ETF auswählen. Einen Sparplan einrichten. Jeden Monat Geld einzahlen.
Fertig. Oder? Leider nicht!
Wenn wir als Eltern Geld für unsere Kinder zurücklegen, denken wir meistens zuerst an zwei Fragen:
Wie viel soll ich sparen?
Und:
Wo soll ich das Geld anlegen?
Wer sich jedoch auf diese Fragen beschränkt, übersieht wesentliche Faktoren.
Denn irgendwann kommen weitere Fragen auf, mit denen sich Eltern häufig erst dann beschäftigen, wenn Handlungsspielraum bereits verloren gegangen ist:
- Wem gehört das Geld eigentlich rechtlich?
- Welche steuerlichen Möglichkeiten hat mein Kind?
- Kann das Vermögen später Auswirkungen auf den BAföG-Anspruch haben?
- Was bedeutet die Anlage für die kostenlose Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung?
- Und vor allem: Was will ich meinem Kind mit 18, 20 oder 25 Jahren überhaupt ermöglichen?
Genau deshalb ist finanzielle Vorsorge für Kinder weit mehr als ein simpler Sparplan.
Ein Kinderdepot ist keine Finanzplanung
Viele Eltern denken:
„Ich habe für mein Kind ein Kinderdepot eingerichtet und bespare einen Aktien-ETF. Damit ist an alles gedacht!“
Ein Kinderdepot kann eine sinnvolle Lösung sein und ein ETF kann ein hervorragendes Instrument sein. Aber beides zusammen garantiert nicht, dass Sie Ihrem Kind den bestmöglichen finanziellen Start ins Leben ermöglichen.
Ein Kinderdepot ersetzt nicht die Auseinandersetzung mit der Frage, was Sie Ihrem Kind im Leben wirklich ermöglichen wollen. Ein ETF ist ein Finanzprodukt – aber keine ganzheitliche Strategie.
Was wollen Sie Ihrem Kind einmal wirklich ermöglichen?
Wollen Sie, dass sich Ihr Kind später voll auf seine Ausbildung oder das Studium konzentrieren kann, ohne sich über Geld Gedanken machen zu müssen?
Oder möchten Sie ihm einen echten, langfristigen Vermögensvorsprung ermöglichen?
Es lohnt sich, hierüber als Familie frühzeitig nachzudenken.
Je später Sie sich mit diesen Fragen beschäftigen, desto weniger Gestaltungsspielraum bleibt Ihnen.
Das Kinderdepot ist nicht die Entscheidung – es ist nur das Werkzeug.plan.
Warum die finanzielle Vorsorge nicht allein den Kindern überlassen werden kann
Wie gut sind junge Erwachsene in Deutschland finanziell aufgestellt?
Die wenigsten. Junge Erwachsene starten selten mit einem großen finanziellen Polster und noch einem klaren Plan in die Unabhängigkeit.
Studien zur Finanzbildung zeigen immer wieder: Das Finanzwissen bei jungen Erwachsenen ist häufig lückenhaft.
Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Das Medianvermögen der unter 35-Jährigen in Deutschland liegt laut Auswertungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft bei nur rund 17.000 Euro (Institut der Deutschen Wirtschaft, 2025).
Was in der Kindheit nicht vorbereitet wird, wird mit dem 18. Geburtstag nicht plötzlich einfacher.
Warum beginnt finanzielle Bildung in Deutschland so spät?
Finanzwissen ist in Deutschland kein klassisches Schulfach.
Was Kinder über Geld lernen, hängt deshalb zu einem großen Teil davon ab, was zu Hause vorgelebt, umgesetzt und besprochen wird.
- Was ist der Zinseszinseffekt?
- Was bedeutet Inflation für mein Erspartes?
- Welche Möglichkeiten gibt es, Geld sinnvoll anzulegen?
- Was ist eine Aktie oder ein ETF?
Diese Fragen lernen Kinder nicht automatisch in der Schule.
Umso wichtiger ist es, was wir ihnen als Eltern auf dem Lebensweg mitgeben – und dass wir ihnen frühzeitig die Berührungsängste vor diesen Themen nehmen.
Und wer hilft Eltern bei finanziellen Entscheidungen?
In Deutschland führt der Weg nach wie vor häufig zu klassischen Banken oder Versicherungsmaklern.
Hier sollten Eltern jedoch genau hinschauen und das typische Vergütungssystem verstehen.
Viele Beratungen werden scheinbar kostenfrei angeboten. Bei den gängigen provisionsbasierten Modellen wird die Vergütung jedoch über Provisionen bzw. die Kosten der vermittelten Produkte finanziert – die wir bezahlen.
Das ist nicht per se verwerflich. Es kann aber zu Interessenskonflikten kommen, was vielfach kritisiert wird. (Wer darüber mehr erfahren möchte, siehe Prof. Dr. H. Walz, Ihre Finanzen fest im Griff, 2025).
Wer sich selbst ein solides Grundverständnis erarbeitet, kann besser beurteilen, welche Finanzentscheidung für die eigene Familie geeignet sein könnte.
Die sechs Entscheidungen, die Eltern zusammen betrachten sollten
Bei der finanziellen Vorsorge für Kinder geht es nicht um eine einzige, isolierte Entscheidung. Es geht um sechs miteinander verzahnte Themenbereiche:
01 — Ziele und Wünsche Was soll das Geld später konkret ermöglichen?
02 — Vermögensaufbau Über welche Anlageformen soll das Vermögen entstehen?
03 — Schenkungen Wem soll das Geld während der Sparphase rechtlich gehören?
04 — Steuern Welche eigenen steuerlichen Freibeträge hat mein Kind?
05 — BAföG Kann das Vermögen meines Kindes später die staatliche Studienförderung mindern?
06 — Krankenversicherung Wann können Kapitalerträge die kostenlose Familienversicherung beeinflussen?
Das Entscheidende: Diese sechs Themen stehen nicht einfach nebeneinander. Sie hängen zusammen.
Beispiel: Kinderdepot
Ein Depot auf den Namen des Kindes einzurichten, klingt im ersten Moment perfekt.
Sie können damit grundsätzlich die steuerlichen Freibeträge des Kindes nutzen.
Aber: Da das Vermögen rechtlich dem Kind gehört, wird es bei einem späteren BAföG-Antrag grundsätzlich als Vermögen des Kindes berücksichtigt. Übersteigt das anrechenbare Vermögen den geltenden Freibetrag, kann dies die Höhe der Förderung mindern.
Beispiel: Verspätete Übertragung
Viele Eltern beschäftigen sich erst kurz vor dem 18. Geburtstag intensiver mit dem Thema Vermögensaufbau Ihrer Kinder.
Dann wird versucht, Vermögen noch schnell auf das Kind zu übertragen.
Das Problem:
Jahresbezogene steuerliche Freibeträge können nicht rückwirkend für vergangene Kalenderjahre genutzt werden und sind damit „verloren“.
Eine frühe Planung macht den Unterschied.
Deshalb ist ABORA anders
Jede Familie ist anders – wir haben unterschiedliche Einkommen, unterschiedliche Ziele und unterschiedliche Ausgangslagen.
Es gibt keine pauschale Lösung von der Stange, die für alle passt.
ABORA hilft Ihnen dabei, Ihre Ziele klar zu definieren, mögliche Lücken zu erkennen und Entscheidungen für Ihre Familie zu treffen.
Jetzt herausfinden, welche Entscheidungen für Ihre Familie relevant sind.