ABORA Wissen
2. Vermögensaufbau
Wie baue ich Vermögen für mein Kind auf – ETF-Sparplan, Kinderdepot?
Sie wissen, welches Ziel Sie verfolgen.
Jetzt geht es um die zweite große Frage:
Wie und in wessen Namen soll dieses Vermögen entstehen?
Genau hier treffen viele Eltern eine Entscheidung, ohne alle Folgen zu betrachten.
Welche Anlageformen gibt es für das Geld meines Kindes?
Grundsätzlich kommen verschiedene Möglichkeiten infrage:
| Anlageform | Vorteil | Nachteil |
| Sparbuch/ Tagesgeld: | geringe Wertschwankung | geringe Rendite |
| Aktien-ETF: | breite Streuung, langfristig höhere Renditechance | zwischenzeitlich deutliche Kursverluste möglich |
| Einzelaktien: | hohe Renditechance | hohes Einzelwertrisiko, Totalverlust möglich |
| Anleihen/ Anleihen-ETF: | geringere Wertschwankung als Aktien-ETF | geringere Rendite als Aktien-ETF |
Welche Lösung geeignet ist, hängt unter anderem von Anlagehorizont, Risikotoleranz und Ziel ab.
Für langfristige Anlagezeiträume kann ein breit gestreuter Aktien-ETF eine gute Grundlage sein und wird mittlerweile von diversen Ratgebern empfohlen (siehe unter anderem: G. Kommer (2025), Souverän investieren mit Indexfonds und ETF).
Was ist ein ETF-Sparplan und wie funktioniert er?
Bei einem ETF-Sparplan investieren Sie regelmäßig einen festgelegten Betrag in einen ETF. Dabei wird der Begriff ETF oft synonym für einen Aktien-ETF verwendet Es gibt aber auch andere ETFs die z.B. in eine Gruppe von Anleihen investieren: Anleihen-ETF.
Ein Aktien-ETF enthält viele verschiedene Aktien und streut damit das Risiko gegenüber einer einzelnen Aktie breiter. Sie haben so die Möglichkeiten in sehr viele Unternehmen gleichzeitig zu investieren.
Wichtig ist aber: Ein ETF ist nicht automatisch sicher.
Auch ein breit gestreuter Aktien-ETF kann zwischenzeitlich deutlich an Wert verlieren.
Was ist ein Kinderdepot – und wie funktioniert es?
Ein Kinderdepot oder Juniordepot ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen des Kindes eröffnet wird.
Das darin befindliche Vermögen gehört grundsätzlich dem Kind. Die Eltern verwalten es während der Minderjährigkeit als gesetzliche Vertreter.
Das unterscheidet es grundlegend von einem Depot, das auf den Namen eines Elternteils läuft.
Was passiert mit dem Kinderdepot, wenn mein Kind 18 wird?
Mit Eintritt der Volljährigkeit endet die gesetzliche Vertretung durch die Eltern.
Das Kind kann dann grundsätzlich selbst über sein Vermögen verfügen.
Es kann das Geld für ein Studium verwenden – oder für ein Auto, eine Reise oder etwas völlig anderes. Sie als Eltern haben dann keine Kontrolle mehr über dieses Vermögen.
Elterndepot oder Kinderdepot – wem sollte das Geld gehören?
Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.
Depot auf den Namen der Eltern
Kontrolle: Sie behalten die Kontrolle über das Vermögen, auch über den 18. Geburtstag hinaus.
Verantwortung: Das Kind ist zunächst nicht Eigentümer des Vermögens und trägt keine direkte Verantwortung.
Steuern: Die Kapitalerträge werden steuerlich grundsätzlich Ihnen zugerechnet. Der eigene Sparer-Pauschbetrag des Kindes wird dadurch nicht genutzt.
BAföG: Das Vermögen eines Elternteils gehört grundsätzlich nicht zum Vermögen des Kindes. Es kann aber andere Auswirkungen haben, beispielsweise über das Einkommen der Eltern.
Depot auf den Namen des Kindes
Kontrolle: Mit der Volljährigkeit kann Ihr Kind grundsätzlich selbst über das Vermögen verfügen. Sie haben keine Kontrolle mehr.
Verantwortung: Das Kind ist bereits Eigentümer des Vermögens und trägt grundsätzlich früher Verantwortung.
Steuern: Die eigenen steuerlichen Freibeträge des Kindes können grundsätzlich genutzt werden.
BAföG: Das Vermögen gehört dem Kind und kann deshalb bei einem späteren BAföG-Antrag als eigenes des Kindes Vermögen berücksichtigt werden.
Warum sollten Sie jetzt mit dem Vermögensaufbau beginnen?
Sie haben mehr Zeit für den langfristigen Vermögensaufbau Ihres Kindes und profitieren stärker vom Zinseszinseffekt.
Da steuerliche Freibeträge grundsätzlich für das jeweilige Kalenderjahr gelten und können sie nicht einfach auf spätere Jahre übertragen werden.
Zeit ist deshalb bei der Vorsorge für Kinder ein echter Entscheidungsfaktor.
Warum lohnt sich hierfür ein Blick auf ABORA?
Niemand kann vorhersagen, welches Vermögen Ihr Kind mit der aktuellen Anlagestrategie in Zukunft erreichen wird. Simulationen helfen jedoch zu verstehen, wie groß mögliche Finanzierungslücken auf dem Weg zu den gesetzten Zielen sein können. ABORA hilft Ihnen dabei, diese Lücken zu identifizieren.
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